In der Medizin sind Frauen in Führungspositionen sowohl im klinischen
als auch im wissenschaftlichen Bereich deutlich unterrepräsentiert. Während
im Medizinstudium noch eine annähernde Gleichverteilung der Geschlechter
besteht, geben viele karriereorientierte Frauen ihren geplanten Weg aus verschiedenen
Gründen vorzeitig auf. Berufliche und persönliche Qualifikationen
alleine reichen jedoch oft nicht aus, um die beruflichen Ziele zu verwirklichen.
Zu den Gründen, warum höhere Positionen möglicherweise nicht
erreicht werden, zählen neben externen Faktoren oft auch Zweifel an den
eigenen Fähigkeiten, fehlende Vernetzung und unzureichender Zugang zu wichtigen
Informationen
Die Mitglieder des Frauennetzwerkes für Führung und Forschung
in der Medizin e.V. (medf3 e.V.) kennen die vielfältigen Schwierigkeiten
und Stolpersteine der beruflichen Laufbahn von Frauen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen
Arbeit steht das Ziel, Führungskompetenzen von Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen
zu stärken, die Karrieremöglichkeiten für Frauen in der Medizin
transparenter zu machen und jüngere Kolleginnen in ihrem Streben nach beruflichem
Aufstieg zu unterstützen.